IMX Immobilienindex ® für Berlin

Angebotsindex für Immobilien in Berlin

Der Immobilienindex (IMX) erfasst in einer Zeitreihe den Verlauf der Immobilienpreise in Berlin. Der Grafik können Sie jeweils den aktuellen IMX-Wert der Immobilienpreise für Neubau- und Bestandswohnhäuser sowie Neubau- und Bestandseigentumswohnungen entnehmen.

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Darüber hinaus wird Ihnen die Veränderung der IMX-Werte im Verhältnis zum Vormonat und auch zum Vorjahr angezeigt, sodass Sie die Entwicklung der Immobilienpreise in Berlin auf einen Blick prüfen können. Die Erhöhung der Kaufpreise für Neubau- und Bestandswohnhäuser sowie bei Neubau- und Bestandswohnungen seit der ersten IMX-Erhebung 2007 zeigt den ungebrochenen Reiz des Berliner Immobilienmarktes.

Vor allem Eigentumswohnungen aus dem Bestand haben im Jahresvergleich einen deutlichen Preisanstieg verzeichnet. Auch Bestandswohnhäuser sind in der Hauptstadt immer begehrter, während der Preisauftrieb bei den Neubauimmobilien deutlich geringer ausfällt. Ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau befinden sich die Mietpreise in Berlin hingegen klar im Aufwärtstrend.



Ob Kauf oder zur Miete, die Immobilienpreise in Berlin steigen weiter


Die Nachfrage nach Wohnraum in Berlin steigt seit Jahren stark an.

Berlin gilt spätestens seit 2005 als Trendmetropole. Nach Jahren des Bevölkerungsrückgangs steigen die Einwohnerzahlen durch Zuwanderer aus dem In- und Ausland kontinuierlich an. Mit den Jahren führte dies zu einer Anspannung auf dem Berliner Wohnungsmarkt, da die Zahl der Baufertigstellungen geringer ausfiel als die zugewanderte Bevölkerung.

Gerade in besonders begehrten Wohnlagen steigen die Mietpreise durch die hohen Neuvermietungsraten und die hohe Sanierungsquote beständig. Einhergehend mit dieser Entwicklung befinden sich auch die Immobilienpreise für Bestandswohnhäuser und Bestandswohnungen im Aufwärtstrend. Berlins Bezirke zeigen heute unterschiedliche Facetten und jeder Bezirk zeichnet sich durch anderen Charme und eigene Atmosphäre aus. Je nach Lage der Immobilie unterliegt diese deshalb teilweise erheblichen Preisunterschieden. So wird ein nichtsaniertes Wohnhaus in einer wenig gefragten Stadtrandlage in der Regel einen niedrigeren Preis erzielen als eine Wohnung in einem heiß begehrten Innenstadtbezirk.

Nachfrage nach Wohneigentum trotz steigender Immobilienpreise für Berlin

Gerade die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen in Berlin sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die steigende Kaufkraft der Bevölkerung wirken sich unmittelbar auf die Nachfrage nach Wohneigentum aus. Durch die geringe Baufertigstellung von Wohnungen verlagert sich das Augenmerk auf Bestandswohnungen. Hinzu kommt, dass für Bestandswohnungen die Immobilienpreise selbst in Berlins Spitzenlagen deutlich günstiger ausfallen als für Neubau-Eigentumswohnungen. So sind für eine neu errichtete 200-m²-Eigentumswohnung in Berlin Mitte zwischen 700.000 und 2.100.000 Euro zu zahlen. Bei einer bestehenden Eigentumswohnung gleicher Größe fallen die Immobilienpreise in Berlin Mitte mit 520.000 bis 1.500.000 deutlich günstiger aus. Da das Berliner Preisniveau für Immobilien im bundesdeutschen Schnitt noch moderat ausfällt, greifen viele auf Wohneigentum zur Eigennutzung oder als Investitionsobjekt zur Vermietung zurück.

Durch die deutliche Steigerung der Mietpreise in Berlin ergeben sich für geeignete Immobilien gute Renditeprognosen. Erneut sind die teilweise deutlichen regionalen Unterschiede innerhalb Berlins zu berücksichtigen, wobei neben der Lage auch der Zustand der Immobilie ein wesentlicher preisbestimmender Faktor ist.

Immobilienpreise für Berliner Häuser hingegen mit moderatem Anstieg

Die Immobilienpreise für Häuser zeigen in Berlin einen ähnlichen Trend wie die Entwicklung bei Wohnungen. Zwar fällt die Erhöhung der Kaufpreise für Neubau- und Bestandshäuser gegenüber den Wohnungsimmobilien nicht so hoch aus, dennoch können in den letzten fünf Jahren deutliche Preissteigerungen ausgemacht werden. Ähnlich wie beim Wohnungsbestand bestimmt auch bei Häusern vorwiegend die Lage die aktuell geltenden Immobilienpreise. Berlin kann vor allem in den Außenbezirken allerdings immer noch vergleichsweise günstige Preise für Bestandshäuser oder Grundstücke vorweisen. So liegen die Immobilienpreise für Häuser in den äußeren Stadtteilen wie Marzahn, Mahlsdorf, Lichtenrade und Rudow mit durchschnittlich zwischen 250.000 und 290.000 Euro im innerdeutschen Vergleich eher im günstigen Mittelfeld. In den besonders begehrten Stadtteilen fallen jedoch auch in der Hauptstadt die Hauspreise deutlich höher aus. So müssen Immobilieninteressenten in Bezirken wie Zehlendorf oder Grunewald mit durchschnittlichen Hauspreisen von rund 900.000 beziehungsweise 1.700.000 Euro rechnen.

Wie sich Immobilienpreise für Berliner Mietwohnungen entwickeln

In den vergangenen Jahren sind die Immobilienpreise für Berliner Mietwohnungen teils erheblich nach oben geklettert – mitunter um bis zu sieben Prozent pro Jahr. Doch diese Entwicklung auf dem Berliner Wohnungsmarkt wird nicht so weitergehen. In den kommenden Jahren rechnen Experten mit moderaten Steigerungen der Immobilienpreise in Berlin. Insbesondere in den begehrten Innenstadtlagen wie im Stadtteil Mitte scheint für steigende Mieten und Preise eine Grenze erreicht, sodass die Immobilienpreise für Berliner Mietwohnungen in den Top-Lagen mitunter sogar rückläufig sind. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten noch immer geringe Kaufkraft der Berliner. Interessenten haben angesichts der bereits gestiegenen Immobilienpreise kaum noch einen finanziellen Spielraum. Doch nicht nur dieser finanzielle Aspekt hat einen geringeren Anstieg der Preise und Mieten zur Folge. Hinzu kommt, dass der Berliner Senat den Wohnungsneubau kontinuierlich antreibt. Das Ziel des Berliner Senats ist es, dass pro Jahr 10.000 neue Wohneinheiten errichtet werden. Doch allein 2013 wurden mit 12.000 genehmigten Wohneinheiten deutlich mehr erreicht. Interessenten können künftig aus einem breiteren Angebot wählen und werden dementsprechend auch bei den Immobilienpreisen für Mietwohnungen einen größeren Spielraum haben. Denn immerhin 40 Prozent der Neubauten fallen auf Mietwohnungen.